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Eingabedaten
Die Eingabedaten umfassen sowohl die jeweils zu analysierenden bohrtechnischen Parameter und deren Variationen als auch Angaben zu den Gebirgsverhältnissen.
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Bohrtechnische Parameter
Die Analysen der Standsicherheit von Bohrungen/Perforationen beruhen auf Angaben zur Teufe, dem Verlauf
des Bohrpfads (Bohrlochneigung und -azimut) und dem Bohrlochinnendruck. Bei permeabler Bohrlochwand sind
zudem die Eindringtiefen beziehungsweise Depressionsradien der Fluida zu berücksichtigen. Weiterhin kann
zwischen unverrohrten (freie Deformation) oder verrohrten Bohrungen (eingeschränkte Deformation)
unterschieden werden. Es lassen sich zudem signifikante Temperaturdifferenzen im bohrlochnahen Bereich
berücksichtigen.
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Gebirgsparameter
Wesentliche gebirgsspezifische Eingabeparameter sind die 3D
effektiven Spannungen beziehungsweise die räumlichen totalen
Spannungen, der Porendruck und die 3D Porendruckwirksamkeiten
(siehe Spannungen
). Weiterhin sind Parameter zum Deformationsverhalten sowie
der Bruchfestigkeit des anstehenden Gesteins wesentliche Voraussetzungen
für die Stabilitätsbewertungen. Diese lassen sich durch RACOS®
- Analysen sowie spezielle experimentelle
Untersuchungen bereitstellen. Bei Berücksichtigung thermischer
Beanspruchungen sind zudem die thermischen Ausdehnungskoeffizienten
des Gesteins in die Betrachtungen einzubeziehen.
Im Fall eines gestörten Gebirges können die 3D Orientierungen und die spezifischen Festigkeiten von bis zu drei
unterschiedlichen Schwächezonen (Schichtungen, Klüfte, Risse etc.) berücksichtigt werden.
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Ergebnisse
Für alle
Elemente des vernetzten Gebirges werden die ermittelten Spannungszustände
mit den Festigkeitsparametern des jeweiligen Gesteins verglichen.
Dabei kann es sich um die Bruchfestigkeit, die Restfestigkeit oder
auch Fließgrenzen handeln. Dazu wird für jedes Element
der relative Abstand des räumlichen Spannungszustandes zum
entsprechenden Versagenskriterium als SAFETY-Faktor definiert. Ein
Wert ≤ 1 verweist dabei auf Instabilitäten in dem jeweiligen
Gebirgselement. Unter Berücksichtigung der Größe
des jeweiligen Elementes können damit quantitative Aussagen
zur Versagensintensität in interessierenden Bereichen um Bohrungen/Perforationen
getroffen werden. Damit lassen sich für mögliche Änderungen
der bohrtechnischen Parameter schnell die Kombinationen ermitteln,
bei denen die geringsten Gefährdungen auftreten.

Zur übersichtlichen Einschätzung der jeweiligen Gefährdung werden farblich codierte SAFETY-Faktoren
in die einzelnen Netzelemente eingetragen. Das erfolgt entweder getrennt für das kompakte Gebirge
und die Schwächezonen oder durch Superposition aller Ergebnisse (wobei der jeweils kritischere Wert
dargestellt wird).
Für einige praktische Schlussfolgerungen kann die Art des Versagens (Breakout, Frac etc.)
von Interesse sein. Dazu werden die radiale, tangentiale und die achsenparallele Normalspannung
bezüglich des Bohrloches sowie mögliche Scherspannungskomponenten an der Bohrlochwand analysiert.
Zusätzlich lassen sich die schwächeflächenbedingten Normal- und Scherspannungen berücksichtigen. Das
erlaubt die Identifizierung sowohl von bohrtechnischen Parametern auch konkreter Gebirgsstrukturen als
Ursache möglicher Versagensrisiken.
Für weitere Informationen
zu BOREHOLE siehe:
Braun, R.; Tauber, F. & Stromeyer, D.: Methodik zur Einschätzung
der Bohrlochstandsicherheit. Erdöl Erdgas Kohle, Vol 108,
No.9, S. 345-347, 1992
Braun, R.: A Commonly Neglected Factor in Rock Mass and Borehole Stability.
OIL GAS European Magazine, 2/2007, pp. OG79 - OG82
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